Kinderzimmer teilen oder vergrößern: Was ist statisch möglich?

22. Mai 2026 | Wanddurchbruch

Kinderzimmer teilen oder vergrößern: Was ist statisch möglich?

Die Familie wächst, der Platz nicht. Das zweite Kind ist unterwegs, der Teenager braucht seinen eigenen Bereich – oder umgekehrt: Die Kinder sind ausgezogen und zwei kleine Zimmer sollen ein großes werden. In all diesen Fällen stellt sich die gleiche Frage: Darf diese Wand raus?

Wenn die Familie wächst – und das Kinderzimmer nicht mitskaliert

Ein Zimmer für zwei Kinder funktioniert – aber nur begrenzt. Spätestens wenn Schularbeiten, unterschiedliche Schlafenszeiten und der Wunsch nach Privatsphäre aufeinandertreffen, braucht jedes Kind seinen eigenen Raum. Umziehen? Ist oft teurer und stressiger als ein gezielter Umbau.

Die Optionen:

  • Zwei kleine Zimmer verbinden (Wand raus = mehr Platz)
  • Ein großes Zimmer teilen (Trennwand rein = zwei Bereiche)
  • Breiter Durchgang mit flexibler Abtrennung

Option A – Kinderzimmer vergrößern durch Wanddurchbruch

Zwei kleine Zimmer zu einem großzügigen Kinderzimmer verbinden – das ist der Traum vieler Eltern. Auch eine Teillösung ist möglich: ein breiter Durchgang mit Schiebetür oder Vorhang, der bei Bedarf geschlossen werden kann.

Die entscheidende Frage: Ist die Zwischenwand tragend?

  • Tragende Wand: Entfernung mit Stahlträger möglich – erfordert ein statisches Gutachten
  • Nicht tragende Wand: Entfernung einfacher, aber Prüfung auf aussteifende Funktion empfehlenswert
Ob die Wand tragend ist, klärt eine Wandklassifizierung (199 €). Für den Durchbruch: Gutachten ab 399 €. Wandklassifizierung bestellen →

Option B – Großes Zimmer teilen für zwei Kinder

Eine Trennwand einziehen ist technisch einfacher als ein Durchbruch – aber es gibt Dinge zu beachten:

  • Fenster: Jedes Teilzimmer braucht ein eigenes Fenster (Belichtung und Belüftung nach Landesbauordnung, Stand Mai 2026)
  • Tür: Jeder Raum braucht einen eigenen Zugang
  • Decke: Kann die Decke die Zusatzlast einer gemauerten Wand tragen? Bei Trockenbau kein Problem, bei Mauerwerk prüfen lassen
  • Schallschutz: Doppelte Beplankung mit Mineralwolledämmung für Ruhe zwischen den Bereichen

Tragende oder nicht tragende Wand – wie finden Sie das heraus?

Wanddicke ist ein Hinweis, aber kein sicheres Kriterium. Position im Grundriss, Gebäudetyp und Bauweise spielen eine Rolle. Selbst dünne Wände können in Fertighäusern tragende oder aussteifende Funktion haben.

Laien sollten diese Einschätzung nicht selbst treffen – das Risiko ist zu hoch. Eine VTM-Wandklassifizierung bewertet alle Wände im Grundriss und ordnet sie nach statischer Funktion ein.

Wandklassifizierung: 199 € – Welche Wände tragend sind, erfahren Sie online in 2–3 Werktage. Jetzt Klarheit schaffen →

Mehr zur Unterscheidung: Warum auch „nicht tragende“ Wände relevant sein können

Sonderfall Eigentumswohnung

In einer ETW sind tragende Wände Gemeinschaftseigentum. Sie brauchen die Zustimmung der Eigentümergemeinschaft (seit WEMoG 2020: einfache Mehrheit, Stand Mai 2026). Ein statisches Gutachten ist die Voraussetzung dafür, dass die WEG zustimmt. Alles zum Thema WEG und Wanddurchbruch

Von der Idee zur Umsetzung – der Ablauf

  1. Wandklassifizierung beauftragen – Klarheit über tragende/nicht tragende Wände
  2. Bei Durchbruch: Wanddurchbruch-Gutachten (Statik, Stahlträger-Dimensionierung)
  3. Genehmigung einholen (bei tragender Wand in den meisten Bundesländern Pflicht)
  4. Handwerker beauftragen (mit Gutachten in der Hand)
  5. Fertig – mehr Platz für die Familie

Jetzt planen – Gutachten beauftragen

Mehr Platz für Ihre Kinder – ohne Umzugsstress. Lassen Sie prüfen, was möglich ist:

  • Wandklassifizierung: 199 €, online, Ergebnis in 2–3 Werktage
  • Wanddurchbruch-Gutachten: ab 399 €, inkl. Stahlträger-Berechnung
Mehr Platz für Ihre Kinder – ohne Umzug. Wandklassifizierung 199 € | Gutachten ab 399 €. Ergebnis in 2–3 Werktagen. Jetzt starten →

Weiterführende Artikel: Nicht tragende Wand entfernen | Wann ist ein Statiker Pflicht? | Kosten Statiker Wanddurchbruch