Statik Festpreis vs. Stundensatz: Was ist fairer?

14. Mai 2026 | Statik

Statik Festpreis vs. Stundensatz: Was ist fairer?

„Dauert ca. 10 Stunden“ – und am Ende stehen 22 Stunden auf der Rechnung. Kennen Sie das? Stundensätze in der Baubranche sind ein Relikt aus einer Zeit, in der Transparenz keine Priorität hatte. Es geht auch anders.

Das Problem mit Stundensätzen in der Statik

„Dauert ca. 10 Stunden“ – und dann werden es 20

Ein Kostenvoranschlag auf Stundenbasis ist keine Preisgarantie. Sobald Rückfragen entstehen, Pläne angepasst oder Berechnungen vertieft werden müssen, tickt die Uhr weiter – und Ihre Rechnung wächst.

Warum Stundensätze den Statiker belohnen, langsam zu arbeiten

Das klingt hart, ist aber systemisch: Wer nach Zeit abrechnet, hat keinen Anreiz, effizient zu arbeiten. Je länger die Bearbeitung dauert, desto mehr wird verdient. Ein Festpreis dreht diesen Anreiz um: Der Anbieter profitiert von effizienten Prozessen.

Zusatzkosten, die niemand auf dem Schirm hat

  • Fahrtkosten zum Objekt
  • Besprechungszeit (auch Telefonate!)
  • Nachberechnungen bei Planänderungen
  • Verwaltungsaufwand und Rechnungsstellung
Vorsicht: Kunden berichten häufig von Endabrechnungen, die deutlich über dem ursprünglichen Kostenvoranschlag lagen. Ohne Festpreis-Vereinbarung haben Sie kaum Handhabe.

Festpreis-Statik: So funktioniert es

Preis steht vor Auftragserteilung fest

Sie wissen vorher, was Sie bezahlen. Nicht ungefähr, nicht „circa“ – sondern exakt. Das ermöglicht Ihnen eine saubere Kalkulation Ihres gesamten Umbau-Budgets.

Umfang klar definiert – keine Nachforderungen

Was im Festpreis enthalten ist, steht vorab fest: Berechnung, Gutachten, Ausführungshinweise. Keine überraschenden Zusatzpositionen auf der Rechnung.

Alle Leistungen inklusive

  • Statische Berechnung nach aktuellen DIN-Normen
  • Schriftliches Gutachten mit Ausführungshinweisen
  • Rückfragen zur Umsetzung inklusive
  • Digitale Zustellung per E-Mail
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Warum nicht jeder Statiker Festpreise anbietet

Traditionelle Abrechnungsmodelle in der Baubranche

Die Baubranche rechnet traditionell nach Aufwand ab. Für Bauherren bedeutet das: Unsicherheit bis zur Endabrechnung. Dieses Modell hat sich über Jahrzehnte eingespielt – aber es ist nicht mehr zeitgemäß.

Die HOAI: Orientierung, keine Pflicht

Seit 2019 (EuGH-Urteil) und 2022 (BGH-Bestätigung) sind die Mindestsätze der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure nicht mehr verbindlich. Die HOAI dient nur noch als Orientierung – der Markt ist frei.

Online-Statiker können effizienter arbeiten

Standardisierte Prozesse, digitale Abläufe und Spezialisierung auf bestimmte Leistungen ermöglichen es Online-Statikern, kalkulierbare Festpreise anzubieten. Was bei einem traditionellen Büro zehn Stunden dauert, geht mit optimierten Prozessen schneller – ohne Qualitätsverlust.

Festpreis bedeutet nicht billig

Gleiche Qualifikation, gleiche Normen

Ein Festpreis sagt nichts über die Qualität aus. Die Berechnungen erfolgen nach denselben DIN-Normen, durch Ingenieure mit derselben Qualifikation. Der Unterschied liegt im Abrechnungsmodell – nicht in der Fachkompetenz.

Festpreis = kalkuliertes Risiko für den Anbieter

Wer Festpreise anbietet, übernimmt das Risiko einer Fehlkalkulation selbst. Das motiviert zu effizienten Abläufen und klarer Kommunikation – beides kommt Ihnen als Kunde zugute.

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Fazit – Festpreis ist der neue Standard

Transparente Preisgestaltung ist laut Umfragen einer der wichtigsten Faktoren bei der Auswahl eines Dienstleisters. Stundensätze gehören der Vergangenheit an – zumindest bei standardisierbaren Leistungen wie Wanddurchbrüchen und Wandklassifizierungen.

Weiterführende Artikel: Was kostet eine Wandklassifizierung? | Statiker-Kosten in Deutschland | Tipps zur Statiker-Suche

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